Welche Rolle spielt die Europäische Union im weltweiten Handel – ist sie ein Riese oder eher ein Zwerg? Eine Frage, der wir auf unserer Impulse-Konferenz nachgehen wollen.
Der Wirtschaftswissenschaftler Jean Pisani-ferry wirft aktuell jedoch eine viel brisantere Frage auf. Ihm zufolge verknüpfen die USA und China derzeit zunehmend ökonomische mit sicherheitspolitischen Fragen. Hatte man vor wenigen Jahren noch gehofft, mit größeren ökonomischen Verflechtungen das Risiko internationaler Konflikte zu minimieren, so läuft die derzeitige Entwicklung scheinbar in die entgegengesetzte Richtung.
Wie kann und muss sich nun die EU verhalten? Pisany-Ferry wirft in dem Zusammenhang 3 Fragen auf: Muss die EU ihre Wettbewerbspolitik überdenken? Wie kann sie selbst ökonomische und sicherheitspolitische Fragen verknüpfen? Und wie kann sie es verhindern, aufgrund ökonomischer Entscheidungen ein sicherheitspolitisches Ärgernis für die USA zu werden? Eine mögliche Lösung sieht Pisany-Ferry darin, dem hohen EU-Vertreter für Sicherheit und Außenpolitik zu erlauben, dass er sich aus sicherheitspolitischer Sicht zu von der EU geplanten Fusionen und Investitionen äußert.
Eine interessante Überlegung, der wir in unserem Handelsforum bestimmt nachgehen werden.

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Foto: Frachtkontainer
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