Dass soziale Medien anfällig für Falschmeldungen sind, ist uns schon lange bewusst. Aber als bekannt wurde, dass die US-Präsidentschaftswahlen 2016 durch gezielte Fehlinformation manipuliert werden sollten, bekam das Problem eine ganz neue Dimension. Die sozialen Medien stehen seitdem unter enormem Druck, diese „fake news“ rausfiltern zu müssen. Klare Regeln dafür gibt es jedoch nicht und die von den Plattformen gewählten Wege sind nur allzu oft selbst sehr fehleranfällig. Denn sie selbst legen die (der Öffentlichkeit unbekannten) Kriterien darüber fest, was ein valider Beitrag ist. Automatische Computersysteme und Content-Moderatoren überprüfen die Beiträge auf diese Kriterien und legen anschließend eigenmächtig Sanktionen fest, wie zuletzt ein Kommentar in der taz erläuterte: „Mit einem solchen „Outsourcing“ der Rechtsdurchsetzung an private Akteure sägt der Rechtsstaat am eigenen Ast.“
Die Verantwortung der (sozialen) Medien in der heutigen Zeit ist unbestritten. Doch werden sie dieser Verantwortung gerecht? Und wie kann der Staat eingreifen, falls die Medien ihrer Verantwortung nicht gerecht werden? Diese und weitere Fragen diskutieren wir in einem Panel unserer Impulse-Konferenz.
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