Sind der Nationalismus und das Nationalstaatskonzept tatsächlich zu stark, als dass wir dieses Konzept durch ein anderes, größeres ersetzen können? Der Meinung scheint zumindest Stephen M. Walt zu sein, Professor für internationale Angelegenheiten an der Harvard University. Ihm zufolge sind wir von Geburt an Mitglied einer Gemeinschaft – beginnend mit der Familie und endend bei der Nation, der größten Gemeinschaft, der wir uns zurechnen. Einer der Gründe dafür, warum wir uns einer Nation zuordnen, ist es die Unabhängigkeit der eigenen kulturellen Gruppe zu schützen, indem wir ihr einen rechtlichen Rahmen geben. Wäre es im Umkehrschluss also doch möglich, die Nationalstaaten zu überwinden, indem man das Zugehörigkeitsgefühl zu den bestehenden kulturellen Gruppen auf eine größere Gruppe überträgt, zu der sich alle zugehörig fühlen können? Eine spannende Frage, die wir auf unserer Impulse-Konferenz diskutieren werden!

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